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Die Wunsch-Erfüller

Die Wunsch-Erfüller

"Neuötting zeigt Herz": 250 Geschenke von Bürgern, 102 von "Wir sind Neuötting" und knapp 140 von der Stadt

Neuötting. Ein neuer Rekord waren die 490 Weihnachts-Wünsche, die die Bedürftigen der Stadt an das große, rote Herz im Rathaus gehängt haben. Dabei geht es nicht in erster Linie um besondere Extras: Die Hauptwünsche sind Lebensmittelgutscheine und warme Bekleidung.

Die Aktion "Neuötting zeigt Herz", die der Verein "Wir sind Neuötting" zusammen mit der Stadt durchführt, boomt: Beim Start im Jahr 2013 waren es rund 130 Wünsche, im Vorjahr war die Zahl schon auf 460 hochgeschnellt.

Etwa 250 der 490 Wünsche wurden von den Bürgern erfüllt, teilt Walter Maier vom Bürgerbüro der Stadt mit. Er betreut die Aktion zusammen mit seiner Kollegin Olga Paleni und Ulrike Garschhammer von "Wir sind Neuötting". Die restlichen Wünsche erfüllt "Wir sind Neuötting" (heuer 102) und die weiteren knapp 140 die Stadt Neuötting.

Um das zu finanzieren, hat der Verein "Wir sind Neuötting" die 1200 Eintritte zum "Kunst- und Handwerkermarkt" der Aktion gewidmet – so sind heuer gut über 2000 Euro dafür zusammengekommen. Die Stadt nimmt das Geld für die Gutscheine – aktuell waren nach Informationen aus der Verwaltung 4400 Euro erforderlich – aus ihrem Sozialfonds.

 

Die "Wunsch-Erfüllung" von Stadt und Verein läuft dann so ab, dass freitags die letzten Karten von dem Herz abgenommen werden und die Initiatoren im Bürgerbüro anschauen, was fehlt, um die Wünsche themenweise zu sammeln. Dann werden – etwa für Lebensmittel, Kleindung, Schuhe – Gutscheine gekauft, teilt Ulrike Garschhammer mit. Denn es sei nicht realisierbar, auf die Schnelle so viele Wünsche als Päckchen zu erfüllen.

Viele Menschen – ob Kinder oder Senioren – wünschten sich vor allem zwei Dinge: Warme Kleidung und Lebensmittelgutscheine. Die kleinen Extras waren vor allem von Kindern genannt worden – die hatten dazu auch ganz genaue Vorstellungen auf den Karten notieren lassen.Schon im Vorjahr hatte sich eine Steigerung der Wünsche vor allem auch nach Lebensmittelgutscheinen gezeigt, da viele Sozialhilfeempfänger Obst oder Fleisch sich oft nicht kaufen könnten. Vor allem die Älteren hatten um Lebensmittelgutscheine gebeten. Wie Ulrike Garschhammer betont, habe man auch "viele Jugendliche, die in einer finanziell prekären Situation sind" – aber eben auch Ältere. "Das können sich viele nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die sich am Monatsende keine Lebensmittel mehr kaufen können", sagt sie.

Deswegen seien auch die Gutscheine positiv – denn solche Menschen freuen sich kaum über einen besonderen Kaffee oder teure Nudeln – denn auch die machen nur einmal satt. Nebenbei hätten die Gutscheine den Vorteil, dass die Beschenkten selbst aussuchen oder sich etwa Lebensmittel nach Gusto auswählen können. Denn, so sagt Garschhammer, man kennt ja den Beschenkten nicht – und weiß nichts von Vorlieben oder, ob es Lebensmittelunverträglichkeiten gibt.

Auch wenn die Aktion sehr viel Zeit bindet – vor allem im Bürgerbüro bei Olga Paleni, die alle Wünsche notiert – so wolle man doch dabei bleiben. Aber vielleicht könne man das zeitlich ein bisschen entzerren, meint Ulrike Garschhammer, und im nächsten Jahr eher mit der Werbung für die starten. Dann hoffe dann auch wieder auf neue Bürger, die schenken, so Garschhammer

Denn insgesamt zeigte sich, dass die Bereitschaft der Neuöttinger, Herz zu zeigen, durchaus respektabel ist, aber nicht in dem Maße angestiegen ist wie es die Zahl der Wunschkarten war. Vielmehr kristallisiert sich ein relativ stabiler Stamm von Schenkenden heraus, unterstreicht Garschhammer ist.

Das bestätigt auch Walter Maier. Die Stadt habe halt schon immer ein bisschen was drauf gelegt, damit alle Wünsche erfüllt werden können und an Weihnachten keiner ohne bleibt. Insgesamt habe sich das in den vergangenen Jahren etwas verschoben, "weil’s immer mehr Wünsche werden und der Spenderkreis eher identisch bleibt". Dennoch findet auch Walter Maier die Herzens-Wünsche eine gute Sache, schon fast eine Institution in Neuötting. Das unterstreicht auch Ulrike Garschhammer. Toll sei auch, dass die Aktion "reihum schon abgekupfert wird". − ina (aus ANA vom 29.12.2018)

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